Mein Blick wandert durch unser Wohnzimmer. So viele Blumen. Ein riesiges Herz aus Buchsbaum. Eine Playmobil-Kirche. Ein Wackeldackel, ein Bobbycar. Ganz viele weiße Luftballons mit “Just Married”-Aufdruck und rotem Glitzerband. Ein roter Herzluftballon (so einer mit Helium, der richtig schwebt!).
Hach.
Ich würde so gern diesen einen Tag noch einmal erleben. Er soll 100 Stunden dauern. 100 Stunden voll Freude und Liebe und Zauber und Lächeln, Lächeln, Lächeln und Umarmungen und Tränen des Glücks.
Ich empfand es meist als kitschig und auch etwas übertrieben, wenn vom “schönsten Tag im Leben” die Rede war. Aber das versteht man wohl erst, wenn man selbst den Tag der eigenen Hochzeit erlebt hat. Wenn man das überhaupt verstehen kann, dieses Glück. Begreifen. Das kann ich gar nicht verstehen, bloß fühlen.
Mir stehen die Tränen in den Augen und ich kann doch zurückblickend sagen: ja, das war er, der schönste Tag meines Lebens.
Und das beste daran (oder sogar noch besser): das war jetzt nicht der schönste Tag meines Lebens und von da an kann es ja nur noch abwärts gehen (was rein mathematisch ja die logische Konsequenz wäre).
Nein, in meinem Leben geht es nur noch aufwärts. Der Weg ist noch lange nicht zu Ende.